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Frühe HIV-Behandlung verringert Reservoirs

Frühe HAART-Behandlung verringert Virusreservoirs von HIV

Eine Behandlung von HIV mit einer NNRTI-basierten Kombi kurz nach einer Infektion kann die Bildung von Virusreservoirs erheblich verringern, so Forscher vom Chelsea and Westminster Hospital in London.

Die Forscher studierten die Folgen einer HAART-Kombi bestehend aus Sustiva®/Stocrin® (Efavirenz) und zwei oder drei NRTIs auf die Virusmenge in Patienten die einer 'frische' Infektion mit HIV (zwischen 60 Tagen und einem Jahr) hatten mit Werten von Patienten die HAART während einer chronischen Infektion (über zwei Jahre) begannen, und Long Term Non-Progressors (Patienten die auch nach mehr als 8 Jahren keine HAART benötigen).

Nach 36 Wochen Therapie, konnten die Forscher die Virusmengen in HIV-Reservoirs der frisch Infizierten Patienten von durchschnittlich 266 auf 33 Kopien/µg senken, ein Wert ähnlich wie der in der Gruppe der Long Term Non-Progressors (39 Kopien/µg). In Patienten mit chronischer Infektion zeigte sich eine weitaus geringere Abnahme der HIV-menge in den Virusreservoirs von durchschnittlich 395 Kopien/µg auf 218 Kopien/µg.

Die Studie belegt, dass eine frühzeitige Behandlung durchaus positive Erfolge haben kann. Allerdings, so die Forscher, spielen auch die Kosten für eine solche Behandlung und die Bereitschaft der Patienten eine wichtige Rolle bei der Entscheidung ob eine frühzeitige, und zeitlich begrenzte, Therapie sinnvoll ist.

Quelle: Pires, A; Hardy, G et al: Initiation of Antiretroviral Therapy During Recent HIV-1 Infection Results in Lower Residual Viral Reservoirs, JAIDS, 36: 783-790, 2004.

 

Meldung vom 01.07.2004
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Diese Seite wurde zuletzt am 01.07.2004 bearbeitet

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