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AIDS2004: Viramune® senkt HIV Übertragungsrate von Mutter zu Baby

Aber einmalige Einnahme kann zu Resistenzbildung führen

XV Internationale AIDS Konferenz
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Eine einmalige Gabe von Viramune® (Nevirapin) kann die Übertragung von HIV von Mutter auf Kind stark senken, ist allerdings mit der Entwicklung von Resistenzen verbunden, so zwei Studien die von Forschern in Bangkok vorgestellt wurden.

An den Studien nahmen 1844 HIV-positive Schwangere aus Thailand teil. Eine Gruppe erhielt ein Placebo, bei einer Gruppe wurde sowohl der Mutter als auch dem Kind eine einmalige Dosis Viramune verabreicht, bei einer Gruppe wurde die Mutter mit Viramune und das Baby mit einem Placebo behandelt. Alle Teilnehmer erhielten auch Retrovir® (Zidovudin) während des dritten Trimesters der Schwangerschaft.

In der Placebogruppe wurde eine Übertragung von HIV von Mutter auf Kind in 6.3% der Fälle festgestellt, in der Gruppe die mit Viramune behandelt wurde sank die Ansteckungsrate auf unter 2%.
Allerdings stellten die Forscher auch fest, dass während der einmaligen Einnahme von Nevirapine in der Schwangerschaft Resistenzmutationen von HIV auftauchten. Daher erreichten bei einer späteren Behandlung mit Viramune nur 49% der behandelten Mütter eine Viruslast von unter 50 Kopien/ml nach sechs Monaten, im Gegensatz zu 68% der nicht mit Viramune behandelten Mütter. Allerdings zeigte sich trotz der Resistenz kein signifikanter Unterschied in dem CD4 Wert der beiden Gruppen.

Die Übertragungsrate von 2% ist vergleichbar mit der zu erwartenden Übertragungsrate in den Industrinationen, wo kompliziertere Regimen zur Verhinderung einer Übertragung von Mutter auf Kind angewendet werden, so die Forscher.

Quelle: Jourdain et al: Intrapartum Exposure to Nevirapine and Subsequent Maternal Responses to Nevirapine-Based Antiretroviral Therapy,
New England Journal of Medicine, 10, 2004
und
Lallemant und Jourdain et al:Single-Dose Perinatal Nevirapine plus Standard Zidovudine to Prevent Mother-to-Child Transmission of HIV-1 in Thailand
New England Journal of Medicine, 10, 2004

 

Meldung vom 13.07.2004
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Diese Seite wurde zuletzt am 13.07.2004 bearbeitet

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