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Von HIV zu AIDS

Die Entwicklung von HIV zu AIDS

HIV Last und CD4 Zellen
HIV Last und CD4 Zellen

Wenn ein Mensch mit HIV infiziert worden ist, dann fängt HIV an sich im Blut, mit Hilfe der CD4-Zellen zu vermehren. Am Anfang einer Infektion besitzt der Körper noch keine Abwehrkräfte gegen das HIV, und so steigt die Viruslast im Blut rapide an. Nach ungefähr zwei bis drei Wochen nach Ansteckung entwickeln c.a. 40% der Betroffenen eine 'Akute HIV Infektion' , d.h. Grippe-ähnliche Symptome wie Fieber, geschwollene Lymphknoten, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen usw.. Diese Akute HIV Infektion wird allerdings oft nicht als solche wahrgenommen, sondern wird als ein normaler Infekt abgetan. Da der Körper zu diesem Zeitpunkt noch keine Antikörper gebildet hat, fällt ein zu diesem Zeitpunkt vorgenommener HIV-Test meistens noch negativ aus. Jedoch kann ein PCR-Test bereits Virusspuren nachweisen.

Nach der ersten Phase bildet der Körper Antikörper gegen das HIV. Die Viruslast sinkt dann rapide ab, da der Körper aktiv gegen das Virus vorgeht. Zu diesem Zeitpunkt, also rund 3 Monate nach der Ansteckung, kann eine HIV Infektion auch per 'AIDS-Test' nachgewiesen werden.

Die folgende Zeit ist die symptomfreie Phase. In dieser Phase treten bei den meisten HIV-Positiven keine Beschwerden auf, d.h. der Körper scheint ganz normal zu funktionieren (natürlich kann man auch in dieser Zeit eine Grippe bekommen!). Diese Phase dauert durchschnittlich zwischen fünf und zehn Jahren, es gibt allerdings auch sehr selten Menschen die Symptome bereits nach deutlich geringerer Zeit, z.B. wenigen Monaten (s.g. Fast-Progressors) entwickeln. Bzw. es gibt auch Menschen die Symptome erst nach 20 Jahren und mehr entwickeln, so genannte Long-Term-Non-Progressors (LTNP).

Während der symptomfreien Zeit ist das Virus allerdings nicht, wie früher angenommen, inaktiv. Im Gegenteil, das Virus vermehr sich zunehmend, und zerstört bei seiner Vermehrung mehr und mehr das Immunsystem des Infizierten. Mit der Zeit sinkt der CD4 Wert, d.h. der Wert der Helferzellen des Immunsystems im Blut, immer weiter ab.

Wenn das Immunsystem stärker geschwächt ist, kommt es zu einer generellen symptomatischen Phase. Oft treten in dieser Phase geschwollen Lymphknoten, Durchfälle, Pilzinfektionen usw. auf, da das Immunsystem zunehmend an Kraft verliert.

Wird HIV nicht behandelt, dann setzt es die Zerstörung des Immunsystems ungehindert fort. Mit der Zeit nehmen die CD4 Zellen stark ab, und HIV kann sich mehr und mehr ohne Widerstand vermehren: Die Viruslast steigt an, und die CD4 Werte sinken rapide. Kommt es zu einer starken Schwächung des Immunsystems ( normalerweise bei CD4 Werten von weniger als 200/mm3) treten dann teilweise gefährliche Opportunistische Infektionen auf. Allerdings kann die heutige Kombi (oder HAART) eine starke Zerstörung des Immunsystems oftmals verhindern.

 



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Diese Seite wurde zuletzt am 01.04.2004 bearbeitet

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