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Lipodystrophie-Syndrom

Fettumlagerungen am Körper

Während in den ersten Jahren der AIDS Epidemie starker Gewichtsverlust (Wasting) das Krankheitsbild zeichneten, wurde in den letzten Jahren das Lipodystrophie-Syndrom, also Fettumlagerungen im Körper ein neues Zeichen von HIV Infektion.

Was ist Lipodystrophie?
Unter Lipodystrophie versteht man zwei verschiedene Symptome: Einmal einen Fettabbau an gewissen Körperstellen, und eine Fettansammlung an anderen Körperstellen.
Bei Lipodystrophie kommt es zu einer Ansammlung von Fett und Fettzellen (medizinisch als Lipohypertrophie bezeichnet) vor allem im Bauchbereich (oft als Crixivan-Belly bezeichnet) und am Hals sowie im Brustbereich bei Frauen. Vor allem im Bauchbereich erscheint der Bauch durch Lipodystrophie geschwollen und oft hart. Auch im Nacken kann es zu einer Fettansammlung kommen, einem so genannten Stierhals.
Bei vielen HIV-positiven kommt es auch zu einem Abbau der Fettzellen (medizinisch als Lipoatrophie bezeichnet) an anderen Körperstellen, so z.B. im Gesicht, an den Armen, im Gesäß und an den Beinen.

Woher kommt Lipodystrophie?
Die Ursachen von Lipodystophie sind nicht genau geklärt. Proteasehemmer (PIs) und der NRTI Zerit® werden immer wieder mit Lipodystrophie in Zusammenhang gebracht, jedoch scheinen die PIs nicht alleine Lipodystrophie auszulösen, sondern auch andere Faktoren scheinen eine wichtige Rolle zu spielen. Siehe auch Störungen des Zucker- und Fettstoffwechsels.

Ist Lipodystrophie gefährlich?
Ablagerungen von Fett im Körperinneren können wichtige Organe behindern, so z.B. die Leber. Es gibt allerdings nur wenige Fälle in denen Lipodystrophie wirklich schwere medizinische Probleme verursacht hat. Allerdings bringt das veränderte Aussehen oft erhebliche psychologische Probleme mit sich, die oft viel schwerer sind als die rein medizinischen Probleme. Wenn du bei dir Lipodystrophie bemerkst, und du damit Probleme hast, solltest du dies offen mit deinem Arzt besprechen. Oft kann etwas gegen die Ursachen unternommen werden (siehe weiter unten).

Was kannst du gegen Lipodystrophie tun?
- Sport und eine gesunde, fettarme Ernährung können Lipodystrophie verringern. Sport und eine gesunde Ernährung sind nicht nur gegen Lipodystrophie gut, sondern helfen auch bei einer Reihe von anderen Nebenwirkungen.
- Eine Umstellung der Kombi kann auch zu einer Verringerung der Lipodystrophie führen. Dies solltest du mit deinem Arzt ausführlich besprechen. Wenn du zur Zeit zwei NRTIs und einen PI nimmst, kannst du zum Beispiel, vorausgesetzt es besteht keine Resistenz, zu einer Kombination aus zwei NRTIs und einem NNRTI wechseln. Siehe auch Kombimöglichkeiten.
- Eine Behandlung mit dem Wachstumshormone HGH, (Handelsname Serostim®), kann Lipodystrophie im Bauchbereich verringern. Eine solche Behandlung solltest du mit deinem Arzt besprechen.
- Eine Behandlung mit Metformin (Handelsname: Glucophage®), einem Diabetesmedikament kann sowohl Lipodystrophieeffekte schwächen als auch erhöhte Blutzuckerwerte und den Blutdruck senken.
- Plastische Chirurgie kann ebenso einige Anzeichen der Lipodystrophie verringern, insbesondere der Stiernacken und Fettschwund im Gesicht kann so zumindest Teilweise beseitigt werden.
- Für im Gesicht auftretende Lipodystrophie gibt kann ein spezielles Füllmittel, welches unter dem Namen New-Fill® von plastischen Chirurgen verwendet wird, benutzt werden.

 



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Diese Seite wurde zuletzt am 02.03.2004 bearbeitet

Die bei LHIVING.com erscheinenden Artikel dienen nur der generellen Information und ersetzten nicht die persönliche Beratung durch einem Arzt! Bei Fragen zu deiner Diagnose, Behandlung oder Therapie, wende dich bitte immer zuerst an deinen Arzt.
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